A-Dur-Tonleiter, aber a-Moll-Tonleiter

13 Beiträge zur Rechtschreibung von »A-Dur-Tonleiter, aber a-Moll-Tonleiter«

Warum A und a?

Frage von D. vor mehr als 3 Jahren

Warum wird denn bei A-Dur-Tonleiter das A groß geschrieben und bei a-Moll-Tonleiter das A klein? 
Ergibt das Sinn?

Weil es so ist.

Antwort von Jenni vor mehr als 3 Jahren

Es ist einfach so, fragt mich nicht warum, aber es ist so. :)

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Musiktheorie

Antwort von maxlP vor mehr als 3 Jahren

Vielleicht hat diese Konvention ihren Ursprung in der Harmonielehre. Bei Dur-Tonleitern kommt eine große Terz vor, bei Moll-Tonleitern eine kleine Terz. Daher könnte man - aus ökonomischen Zwecken - die Konvention eingeführt habe, dass durch die Klein- bzw. Großschreibung das Geschlecht der Tonart angezeigt wird.

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Amerikanische Symbolik

Antwort von Thomas vor mehr als 3 Jahren

Im amerikanischen Raum (vielleicht im ganzen angelsächsischen) werden Dur-Akkorde mit Grossbuchstaben und Molltakkorde mit Kleinbuchstaben bezeichnet. Daher macht die obige Regel (die mir übrigens neu war) natürlich Sinn.

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Ich wollte es nicht glauben

Antwort von Tobias vor mehr als 3 Jahren

... aber es stimmt offenbar. Es ist ein bißchen seltsam, denn schließlich ist "A" ein anderer Ton als "a" (nämlich eine Oktave tiefer). Aber bei den Angelsachsen heißt "A-Dur" ja "a major", und "a-Moll" ist "a minor"; hat vermutlich eine lange Tradition. Die Erklärung mit der Terz hat was.

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Unterscheidung

Antwort von Chris vor mehr als 3 Jahren

Ich vermute, dass es einfach an der schnellen Unterscheidung der beiden Tonarten liegt ... häufig wird nur "A" für A-Dur und "a" für a-moll geschrieben und alle wissen was gemeint ist.

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Dur/Moll

Antwort von M. B. vor mehr als 3 Jahren

Moll hat immer einen kleinen Buchstaben. Dur immer groß. Schon immer. Oder sehr lange. Ist auch bei anderen Fällen in der Musik so.

z.B.(Tp = Tonika parallele ( Tonika ist in Dur, parallele in Moll) tp = Tonika parallele (umgekehrt))

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Fehlerkorrektur

Antwort von andreas vor mehr als 3 Jahren

Ein paar Fehler:

>Im amerikanischen Raum (vielleicht im ganzen angelsächsischen) >werden Dur-Akkorde mit Grossbuchstaben und Molltakkorde mit >Kleinbuchstaben bezeichnet.

Genau umgekehrt ist es richtig: a für a-Moll ist "deutsche" Schreibweise. In GB/USA schreibt man Am oder A-

>z.B.
>(Tp = Tonika parallele ( Tonika ist in Dur, parallele in Moll) 
>tp = Tonika parallele (umgekehrt))

hier muss es heißen tP für die Dur-Parallele der moll-Tonika (z.B. C-Dur in a-moll).
tp bedeutet moll-Parallele der moll-Tonika, z.B. c-mol in a-moll. Das kommt ganz selten vor.  

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A-Dur vs a-Moll

Antwort von Robert Dusemund vor mehr als 3 Jahren

Das Major und Minor im englischsprachigen Raum bezieht sich tatsächlich auf die Terzen. Daher werden die Tonnamen Groß geschrieben und "maj" oder nichts für Dur und "m" oder "mi" für Moll geschrieben.

In älteren Orgelpartituren stehen über den Noten manchmal große und kleine Buchstaben. Damit sind tatsächlich Akkorde gemeint, und zwar Großbuchstaben für Dur-Akkorde und kleine für Moll-akkorde — und zwar ohne m oder Moll dahinter. Irgendwann hat man dann angefangen zur weiteren Verdeutlichung oder auch als Anlehnung an das englische/amerikanische System noch ein "m" hinzugefügt. Letztendlich schreibt jeder "seine Akkorde" so auf wie er will.

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Fehlerkorrektur II

Antwort von bach vor mehr als 3 Jahren

Andreas erklärt alles richtig. Dur und Moll werden aber immer große geschrieben.

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wiki

Antwort von s.g. vor mehr als 3 Jahren

guckt einfach bei Wikipedia nach.

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Ich kenne auch das kleine moll, wie Andreas ...

Antwort von GG vor mehr als 3 Jahren

... und habe das bei Wikipedia nachgeschaut und war erstaunt, daß dort Moll großgeschrieben wird.
Entweder,
- ich habe das mal falsch mitbekommen oder gelernt,
- oder es hat sich geändert,
- oder beides ist richtig,
- oder Wikipedia hat nicht recht (was ich bei diesem Thema aber nicht glaube ...

Vielleicht weiß hier ja noch jemand mehr?

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Für mich ausgemachter Blödsinn...

Antwort von V. Bette vor mehr als 3 Jahren

ein Substantiv wie a-Moll-Tonleiter klein anzufangen. Blödsinn daher, weil doppelt gemoppelt. "A" entspricht bereits dem gesprochenen A-Dur, und "a" dem gesprochenen A-Moll.
Bloß weil irgendein deutscher Komponist seine persönliche Unterscheidungsschreibweise entwickelt hat das (hat so gut wie jeder Komponist, der auf Papier notiert), ist das für mich lange noch nicht maßgebend. Der Duden hängt sein Fähnchen mal so, mal so. Wer weiß was in 20 Jahren ist. Momentan EMPFIEHLT er halt, a-Moll zu schreiben; a-moll wäre in meinen Augen ebenfalls falsch.
Entweder:
A-Dur-Tonleiter und A-Moll-Tonleiter
oder:
A-Tonleiter und a-Tonleiter
dann könnte ich die Kleinschreibung sogar nachvollziehen.
Solange der Musiker weiß, was er aus seinem Notenblatt zu lesen hat, ist alles in Ordnung. Notation und Schriftdeutsch sind eben zwei Paar Schuhe.

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